Die Welt ist voller Düfte. Unmittelbar mit dem Atmen ist das Riechen verbunden. Mit jedem Atemzug nehmen wir Geruchsmoleküle und damit unzählige Informationen aus der Umwelt über die Riechsinneszellen auf, sei es bewusst oder unbewusst. Düfte gehören zu unserem Leben dazu.

Von unseren fünf Sinneskanälen ist es der Riechsinn, der emotionale Prozesse oft schneller als Worte erreicht und somit direkt unsere Stimmung und unsere Emotionen beeinflussen kann. Genau darin liegt ihr enormes Potenzial für Selbstregulation, Ressourcenarbeit und nachhaltige Veränderung. Warum also nicht mit Düften arbeiten?

Emotionen wirksam steuern, Potenziale gezielt entfalten?

Duft trifft Psychologie: Ein innovativer Ansatz für nachhaltige emotionale Kompetenz in Therapie, Pflege, Coaching und Business

Die Forschung hat drei besondere Merkmale des Geruchssinns herausgearbeitet. Eine dieser einzigartigen Eigenschaften ist seine direkte Verbindung zum Emotionszentrum des Gehirns. Diese unmittelbare Wirkung spielt eine entscheidende Rolle für unsere emotionale Gesundheit und kann unser Wohlbefinden nachhaltig beeinflussen. Düfte können somit äußerst effektiv dazu beitragen, dysfunktionale Emotionen zu regulieren oder funktionale Emotionen zur Förderung von Ressourcen zu stärken.

Hier setzt das Konzept PsychoAroma an, das von Daniel Hogen entwickelt wurde, indem es die Disziplinen der (Emotions-)Psychologie und der klassischen Aromatherapie verbindet. Über dreizehn Jahre Erfahrung in der Klinik, insbesondere dem Bereich der Psychosomatik und Suchttherapie, in dem er erfolgreich mit ätherischen Ölen gearbeitet hat, sind in diesen Ansatz eingeflossen.

Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen bieten die Interventionen von PsychoAroma eine erhöhte Wirksamkeit für effektives Emotionsmanagement, Stärkung der Resilienz, Förderung von Ressourcen und Unterstützung des Genesungsprozesses bei Trauma. PsychoAroma ist ein offenes Konzept, das Therapeut:innen, Pflegefachkräften und Coaches gleichermaßen zur Erweiterung ihrer Kompetenzen dient.

Darüber hinaus sind die Inhalte von Emotionen, Resilienz und Achtsamkeit ideal für Firmentrainings, um Mitarbeitende und Führungskräfte nachhaltig zu stärken. So können sie die stetig wachsenden Anforderungen des Berufsalltags aus einem ressourcenvollen Zustand heraus meistern.

Ein zentrales Merkmal von PsychoAroma ist die praktische Umsetzung der Theorie im persönlichen und beruflichen Alltag. Entdecken Sie die Vorteile von PsychoAroma und bringen Sie Ihre Fähigkeiten und die Ihres Teams auf ein neues Level!

Verwirrende Vielfalt? Arbeiten mit Düften … ?

Neutral formuliert ist Aromakunde das Wissen und die Erkenntnisse um den Einsatz von ätherischen- und fetten Ölen sowie der Hydrolate. Denn die Verwendungsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig und facettenreich. Es gibt unzählige Möglichkeiten für den beruflichen wie den privaten Kontext, die drei aus Pflanzenstoffen gewonnenen Produkte – ätherische- und fette Öle, sowie die Hydrolate – einzusetzen. Ebenso existieren viele gebräuchliche Begriffe, teilweise mit rechtlichen Hintergründen, die den Rahmen und die Arbeit mit den Düften klar beschreiben.

Beginnen wir mit dem omnipräsenten Begriff Aromatherapie, mit dem sehr oft geworben wird. Rechtlich gesehen sollte er nur von Ärzt:innen und Heilpraktiker:innen verwendet werden, die natürliche Pflanzenstoffe zur Heilung von Krankheiten einsetzen. Als Pendant dazu verbirgt sich hinter dem Begriff Aromapflege die Anwendung derselben Pflanzenstoffe, wobei hier der Fokus auf der Pflege und der Unterstützung des Genesungsprozesses durch Förderung des Wohlbefindens liegt. Werden in Kliniken ganz offiziell ätherische Öle und Co eingesetzt, unabhängig von der Berufsgruppe, ist fundiertes Fachwissen erforderlich, und eine Zustimmung der Klinikleitung muss vorliegen. Die entsprechenden Ausbildungen sind teilweise von firmenunabhängigen Gremien zertifiziert, was einen wichtigen Anhaltspunkt für die Qualität gibt.

Beim Aromacoaching gibt es keine einheitlichen Richtlinien, wie genau mit den Düften gearbeitet wird, und der Einsatz wird auch nicht von einem übergeordneten Gremium überwacht. Für das Coaching mit Emotionen können vor allem die Düfte der ätherischen Öle sehr sinnvoll eingesetzt werden, aufgrund der besonderen Charakteristik des Riechsinns. Das erforderliche Wissen sollte auf jeden Fall firmenunabhängig erworben werden, damit Nutzen und Grenzen für einen Coaching-Prozess klar werden. Es bedarf somit eines klaren Coaching-Konzepts, das am besten mit viel Praxiserfahrung in einer fundierten Ausbildung erworben werden sollte.

Weitere Einsatzmöglichkeiten der ätherischen Öle sowie der Hydrolate im alltäglichen Leben sind denkbar. Wer nicht auf fertige Aroma-Produkte wie z.B. Raumspray, Duftlampe, Körperöl, Bodywash und Naturkosmetik setzt, sondern selbst etwas kreieren möchte, sollte gewisse Grundkenntnisse haben. Je nach Anwendungsform können die Inhaltsstoffe der ätherischen Öle bei unsachgemäßer Verwendung auch zu Nebenwirkungen führen. Für den Privatgebrauch gibt es von vielen sehr erfahrenen Aromaexpert:innen Sach- und Fachbücher, die einen sicheren Einstieg in die verschiedenen Einsatzgebiete mit den Düften leichter machen.

Aroma- Therapie, Pflege oder Coaching benötigen ein fundiertes, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Konzept für eine seriöse und sichere Arbeit.

Die Geschichte der Aromatherapie

Therapie mit Düften – das ist das Prinzip der klassischen Aromatherapie. Die Wirksamkeit von ätherischen Ölen, fetten Ölen und Hydrolaten ist heutzutage gut erforscht und wissenschaftlich belegt. Der Einsatz von Heilpflanzen – was als Phytotherapie bezeichnet wird – ist der Ursprung von Aromatherapie und hat in der Geschichte der Menschheit eine lange Tradition. Auf allen Kontinenten und in allen Kulturen der Welt wurden sie als Medizin eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und Krankheiten zu heilen. Die alten Ägypter erkannten die pflegende Wirkung von ätherischen Ölen und Fetten. Sie sind sozusagen die Erfinder der Beautyprodukte und des Parfums. Königin Kleopatra soll die Segel ihrer Schiffe mit duftenden Essenzen besprüht haben, um bei ihren Nilfahrten immer in einer wohlriechende Wolke gehüllt zu sein.

Der Begriff der Aromatherapie wurde dennoch erst einige tausend Jahre später von dem französischen Chemiker René-Maurice Gattefossé geprägt. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte er in seinem Labor einen Unfall, bei dem Gattefossé sich schwere Verbrennung an Kopf und Händen zuzog. Nachdem er in Folge sich mit Gassbrand infiziert hatte behandelte er sich mit Lavendelöl und bemerkte eine rasche Heilung ohne Narbenbildung. Daraufhin forschte er weiter an dem Thema und brachte mehrere Publikationen heraus in denen zum ersten Mal die therapeutische Anwendung von ätherischen Ölen beschrieben wurde. Der Begriff Aromatherapie wurde durch René-Maurice Gattefossé geboren und ist seiter das, was wir unter der Arbeit mit ätherischen Ölen und Co. verstehen. Dabei ist die Therapie nur eine von vielen Möglichkeiten, wie wir mit den hochwirksamen Pflanzenstoffen arbeiten können.

Glossar

Aroma: Wörtlich „würziger Duft“.

Ätherisch: Aus dem Griechischen, bedeutet „Weite des Himmels“. Ätherische Öle sind flüchtig und verdunsten schnell.

Parfüm: Vom lateinischen “per fumum” abgeleitet, bedeutet „durch den Rauch“.

Hydrolat: auch Pflanzen- oder Blütenwasser genannt. Sie entsteht bei der Wasserdampfdestillation als Nebenprodukt der ätherischen Öle.

Aromatherapie und Aromapflege: Teile der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), die ätherische Öle zur Förderung des Wohlbefindens nutzen.

Duft erleben und Wirkung verstehen

Ein tiefgehendes Verständnis für die Wirkung von Düften entsteht für mich dort, wo ihr Ursprung erlebbar wird. Deshalb begebe ich mich seit vielen Jahren regelmäßig auf die Reise zu den – im wahrsten Sinne des Wortes – Wurzeln der ätherischen Öle. Ich spreche mit Produzent:innen, Destillateur:innen und Bauern über Qualität, Anbau, Ernte und die Besonderheiten hochwertiger ätherischer Öle direkt vor Ort.

Dabei faszinieren mich nicht nur die Öle selbst, sondern vor allem die natürlichen Duftwelten, die uns überall umgeben und seit Jahrhunderten eng mit menschlicher Wahrnehmung, Emotion und Wohlbefinden verbunden sind. Genau dieser unmittelbare Zugang zu Pflanzen, Menschen und Herstellungsprozessen prägt heute meine Arbeit mit Duft und Psyche.

Mit jeder weiteren Ausbildung, jeder Reise und jeder praktischen Erfahrung wurde mir bewusster, wie vielfältig und komplex die Welt der Düfte und der Aromatherapie wirklich ist. Für mich beginnt Aromatherapie bereits in dem Land, in dem Duftpflanzen aus Samen gezogen, sorgfältig angebaut, geerntet und mit ihren individuellen Besonderheiten destilliert werden. Genau aus dieser Verbindung von Natur, Psychologie, Erfahrung und Praxis entstand mein Ansatz PsychoAroma.